... to be continued ...

facts

geboren
Wiener Kunstschule für Freie und Angewandte Malerei
Höhere Graphische Lehr– und Versuchsanstalt für Photographie
Franz Schubert Konservatorium für Jazz-Baß
Gewinn des Pop-O-Drom Bandwettbewerbs 
   - Konzert im Wiener Praterstadion mit den „Session Brothers“ 
   - Support für Bryan Adams 
   - Konzerte in Paris, Budapest, Theater an der Wien, Ringstraßenfest, u.v.m.
berufliche Aufenthalte in Tokio, Berlin, Paris und New York 1993-95
Auftritt in der Sendung „Kunststücke“
Vorstellung der Bilder&Skulpturen in der Sendung „Session“ 
Illustrationen für die Zeitschrift „Wiener“
Bericht des Senders ATV / Vernissage Mariahilferstraße - 60.000 Ausstellungsbesucher
Versteigerung des Jochen Rindt Portraits zugunsten des St. Anna Kinderspitals
Initiator „Künstler für Kinder“ zugunsten der Familienberatungsstelle Klosterneuburg
Malaktion am Wiener Messegelände
diverse TV-Berichte ORF / Seitenblicke ATV / Hotshots, ARD
Kooperationen mit Künstlern im In- und Ausland
Zusammenarbeit mit Galerien in Österreich, Frankreich, Deutschland und der Schweiz
Candy Dulfer, die stereo mcs,
Klaus Maria Brandauer ,Otto Schenk, Wolfram Huschke, Georg Danzer und
Joseph Bowie signierten ihre Portraits
Bemalung einer Lipizzanerstatue für die Wiener Innenstadt
Förderung eines Sozialprojekts der Langstögerschule zur Ermöglichung von Delphintherapien
to be continued

 

 

  the interview

gorxsw.gif (5085 Byte)

statements

Vereinfachung auf das, worauf es ankommt; Aussagekraft durch Farbe und Form ... 

Die Farben sind klar, scharf voneinander abgehoben, Form gegen Form. Die Reduktion auf das Wesentliche wirkt auf großen Flächen ebenso schlicht wie monumental. Die Form entsteht wie auf einer Plakatfläche aus unzähligen kleinen punkt- oder linienförmig gerasterten Objekten, die für sich ohne Sinn bleiben, sich jedoch zusammenfügen, sowie der Betrachter einige Schritte zurück tritt, um als Ganzes zu erscheinen. Ein Menschenkopf erscheint, tritt hervor wie ein Wort, ein Name aus einem chaotischen Hintergrundrauschen - das Hypnotische an den Bildern. 

Obgleich diese Technik der Rasterung ein bekanntes Druckverfahren ist, hat es Gorx aus seiner reinen Zweckbedeutung herausgehoben, dem Klecks eine ästhetische Bedeutung eingeräumt, ein Stimmrecht am Ganzen. Das Verhältnis ist so gewählt, daß Punkt und Fläche, aus mittlerer Entfernung betrachtet, in der Schwebe bleiben. Die Elemente vereinigen sich zur Gestalt, wirken zusammen, ohne jedoch ihre Individualität einzubüßen. 

Das natürliche an der Kunst ist, daß man sie leben muß. Erfolg ist weder eine Frage des Talents, noch der Ausbildung. Erfolg ist einfach die Entscheidung, nicht mehr aufzuhören. Gorx, der stille Rebell, der mit ruhigen Bildern gegen den Strom malt, mit wenigen Strichen und Farben eine neue Sprache sucht, um auszudrücken, was noch keinem gelungen ist: sich selbst. Jeder Mensch ist einzigartig. Seine Kunst verschließt sich der Tradition, weil Lernen zugleich Prägung ist, Verformung der Persönlichkeit, Unterordnung des Einzelnen, Tradition als Gleichschaltung. 

"Zukunft hat alles, was glaubwürdig ist. Halbherzige Sachen sind ohne Bestand. Wenn Kunst gelebt wird, gibt es auch Zukunft." 

Kunst ist wie Wasser, es kann mitreißen, durcheinander wirbeln, aber die eigentliche Kraft liegt in der Beständigkeit. Ruhig fließt es und gräbt sich neue Möglichkeiten. Der Tropfen, immer nur der selbe Tropfen, höhlt den Stein. 

"Nach meiner Definition sind die Bilder Teil meiner selbst und entstehen aus mir und nicht durch Einfluß irgendeiner Richtungoder Kunstmarktlage." 

Das Wichtigste: der Glaube an sich selbst. Kunst kommt aus dem Selbst. Kunst ist keine Therapie, dazu verlangt sie einem viel zu viel ab. Wer nicht stark genug ist, den kann Kunst zerstören. 

Gorx Bilder stecken voller Symbole, wer sie sucht, wird sie mitunter übersehen, denn sie sind nicht versteckt, keine Zitate, die man "kunstsinnig" herauslesen müßte, sie liegen offen zutage, sie sind das Mark der Bilder, die Bilder selbst. 

Gorx verdichtet seine Erinnerungen zu Bildern, veräußerlicht Lebensgefühl und gibt ein Stück Zeit wieder. 

Indem Gorx persönliche Erinnerungen aus seinem Leben verarbeitet, gibt er auch Zeitgeschichte wieder und österreichische Geschichte. Und doch wirken seine Bilder zugleich überregional, global, hätten ebenso in New York gemalt werden können wie in Bangladesh. Das ist das Moderne an seiner Kunst, daß sie frei jeglicher Nationalität sind, daß es Weltbilder sind. 

Gorx stellt nicht Jochen Rindt dar, er stellt seine ganz persönliche Erinnerung an Jochen Rindt dar. Das unterscheidet ihn von Künstlern, die Ikonen nur ihrer Popularität wegen darstellen. Gorx ist kein Trittbrettfahrer, er benützt die Helden seiner Erinnerung nicht, er gibt ihnen vielmehr zurück, was sie verloren haben: Leben. Nichts ist so lebendig wie das Persönliche. 

Mit präzise kalkulierter Plakativität entwickelt Gorx aus der Visualität des Trivialisierten eine Ästhetik der Distanz, die den Betrachter unmittelbar in ihren Bann zieht. 

1970 in Wien geboren, ist Gorx in der österreichischen Kunstszene kein Unbekannter. Seine erste Präsentation hatte er bereits im Alter von 18 Jahren, worauf zahlreiche weitere Ausstellungstermine folgten. Aufenthalte in New York und Tokio erweiterten den Horizont dieses sozial engagierten Künstlers, der eine unverkennbare Acryltechnik der reinen Farbe und signifikanten Formen entwickelt hat.